CUSTOM JAVASCRIPT / HTML

Inhaltsverzeichnis: 

Über den Autor:

customer1 png

Tobias Lallinger ist Gründer der freegreen® ACADEMY GmbH, einem TÜV-zertifizierten Unternehmen, welches sich mit einem einzigartigem, evidenzbasiertem & ganzheitlichen 7-Säulen-Gesundheitkonzept darauf spezialisiert hat, Dich dabei zu unterstützen Deinen Körper besser zu verstehen, Deine Gesundheit sowie Deine Leistungsfähigkeit wiederherzustellen und auf ein ganz neues Level zu bringen.

So ungesund sind Weißmehl-Produkte wirklich

Die einfachste Möglichkeit, Deine Gesundheit schnell, effektiv und nachhaltig zu verbessern, besteht darin, weitestgehend auf Weißmehlprodukte wie Brot, Nudeln, Pizza und Co. zu verzichten. Diese Produkte sind nämlich ungesund.

Autor:

Fachärztliche Prüfung: Dr. med. Thomas Scholz

Blog/Ernährung/So ungesund sind Weißmehl-Produkte wirklich

Es ist unbestreitbar, dass die Freude am Genuss von frisch gebackenem Brot, knusprigen Brötchen oder einer meisterhaft zubereiteten Pizza von einem italienischen Koch für viele Menschen ein wesentlicher Bestandteil ihrer Lebensqualität ist. Wir sind uns bewusst, dass solche kulinarischen Genüsse, wie etwa ein Teller Spaghetti Bolognese oder ein Apfelstrudel, für viele Menschen einen hohen Stellenwert haben.

Die Geschichte des Weizen

Kaum ein Nahrungsmittel ist so in Verruf geraten wie Weizen. Er soll dick und depressiv, ja sogar dumm machen. Früher wurde Weizen jedoch hochgeschätzt, was sich in seiner tiefen symbolischen Bedeutung in verschiedenen Kulturen zeigt.

So sahen die alten Ägypter im Weizenkorn, das in der Erde stirbt und keimt, ein Symbol der Auferstehung. In der griechischen Kultur galt Weizen als mystisches Versenkungsobjekt, während die Römer ihn auf Gräber pflanzten, um von der Kraft der Verstorbenen zu profitieren.

Auch die Bibel verwendet viele Gleichnisse, die sich auf den Weizen beziehen. So vergleicht Jesus das Himmelreich mit einem Menschen, der Weizen auf seinen Acker sät. In der christlichen Mystik symbolisiert das im Verborgenen keimende Korn die unsichtbare Wiedergeburt des menschlichen Herzens.

Der Beginn des systematischen Getreideanbaus vor etwa 10.000 Jahren bedeutete für die Menschheit einen tiefgreifenden Wandel. Erstmals konnten sich nomadische Gruppen dauerhaft an einem Ort niederlassen und sesshaft werden. Dieser Übergang zur Sesshaftigkeit prägte jede Kultur auf einzigartige Weise, abhängig von den regional verfügbaren Getreidesorten. In Asien dominierte der Reisanbau, in Amerika der Maisanbau und in Afrika der Hirseanbau. Die Nordländer entwickelten eine Vorliebe für Roggen und Gerste, während die alten Römer vor allem Weizen kultivierten.

Weizen, nach der Gerste die zweitälteste Getreideart, wurde erstmals zwischen 7800 und 5200 v. Chr. angebaut. Es entstand durch Kreuzung verschiedener Wildgräser und Getreidearten. Der ursprüngliche Anbau begann im so genannten Fruchtbaren Halbmond im Vorderen Orient. Etwa 2000 v. Chr. gelangte der Weizen durch die indogermanische Völkerwanderung nach Europa.

Der Name „Weizen“ leitet sich vermutlich vom germanischen Wort „hwita“ für „weiß“ ab, was auf die hellere Farbe von Korn und Mehl im Vergleich zu Roggenmehl hinweist.

Unser täglich Brot

Der Durchschnittsdeutsche frühstückt Gluten, isst Gluten zu Mittag, nascht es zwischendurch und genießt es abends in Form von Brot. Häufig handelt es sich dabei um hochverarbeitete Produkte, die aus einer extrem hochgezüchteten und konzentrierten Eiweißmischung bestehen.

Gleichzeitig leiden viele Menschen in Deutschland unter verschiedenen gesundheitlichen Problemen, darunter häufig Stoffwechselerkrankungen. Auch wenn es gerne geleugnet wird, gibt es einen klaren Zusammenhang mit unserer Ernährung.

Fakt ist, dass niemand von uns Weizengluten gut verdauen kann. Das heißt konkret: Uns fehlen die notwendigen "Peptidasen", die eiweißspaltenden Enzyme im Darm, Das heißt konkret: Uns fehlen die notwendigen "Peptidasen", die eiweißspaltenden Enzyme im Darm, um dieses Eiweiß ordnungsgemäß zu zerlegen. Das führt dazu, dass:

Die Proteinfragmente zu groß bleiben.

Immunologisch problematische Peptide entstehen.

Diese Peptide zu lange in unserem Körper wirken können.

Experten behaupten sogar: "Wenn man jeden von uns auf Gliadin-Rückstände untersuchen würde, würden wir alle Spuren von Weizeneiweißfragmenten in unseren Geweben finden. Das liegt daran, dass das Verhältnis zwischen Verzehrshäufigkeit und Abbaukapazität einfach nicht ausgeglichen ist.

Ein Forschungsprojekt der Universitäten Mainz und Hohenheim zeigte, dass bestimmte Bestandteile von Gluten, die sogenannten Gliadinpeptide, ähnlich wie Wachstumsfaktoren wirken können. Diese sind normalerweise dafür da, Zellen zu aufzubauen und zu erhalten (Anabolismus). In kontrollierten Umgebungen kann dies vorteilhaft sein. Doch in westlichen Ländern beobachten wir oft ein übermäßiges Wachstum, was nicht ideal ist.

Als Folge sehen wir Probleme wie Fettleibigkeit, Insulinresistenz, Entzündungen, Fettleber und so weiter. Forschungen haben gezeigt, dass Gliadin die Aktivität des epidermalen Wachstumsfaktors (EGF) und wahrscheinlich auch anderer Wachstumsfaktoren wie Insulin verstärken kann, selbst in kleinsten Mengen. In der westlichen Welt gelingt es uns nicht, dieses anregende Wachstum zu kontrollieren.

Neuere Studien legen nahe, dass die Aktivität von EGF eine Rolle bei der Entstehung von Übergewicht und Insulinresistenz spielt und dass das Deaktivieren des EGF-Rezeptors vor einer durch fettreiche Ernährung verursachten Fettleber schützt.

Zudem wurde ein Bestandteil des Weizenproteins, die sogenannten α-Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI), identifiziert, der in Tierexperimenten schon in minimalen Mengen zu einer erheblichen Anreicherung von Körper- und Leberfett sowie zu Entzündungen und Insulinresistenz führte.

Die Aufnahme von Weizen-ATI in geringen Mengen, vergleichbar mit dem täglichen Weizenkonsum beim Menschen, verschärft die Symptome des metabolischen Syndroms und der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung, unabhängig von der Kalorienaufnahme.

Diese Studie stammt nicht von irgendwo, sondern vom renommierten Mainzer Forscher Prof. Dr. Dr. Detlef Schuppan, der auch herausfand, dass ATIs aus glutenhaltigem Getreide wie Weizen bei einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, etwa 5-10 % der Menschen, entzündliche Reaktionen im Körper auslösen oder verstärken können.

Weizenproteine vs. Gluten

Seit langem ist nachgewiesen, dass Weizenproteine im Darm Entzündungen auslösen können. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen inzwischen auch, dass Weizenproteine über den Darm hinaus zu chronischen Entzündungsprozessen beitragen und damit chronische Krankheiten verursachen oder deren Entwicklung beschleunigen können.

Glutenunverträglichkeit, auch Zöliakie genannt 

Weltweit ist durchschnittlich einer von 270 Menschen von einer Glutenunverträglichkeit betroffen. Bei der als Zöliakie bezeichneten Erkrankung reagieren Menschen aufgrund einer genetischen Veranlagung stark auf Weizengluten, was sich in einer chronischen Entzündung der Dünndarmschleimhaut bemerkbar macht.

Neben Symptomen wie Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Gewichtsverlust kann diese Unverträglichkeit die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe beeinträchtigen.

Eine weitere Gruppe sind Menschen mit einer Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS), die schätzungsweise mehr als 10% der Bevölkerung betrifft. Diese Menschen leiden an einer Vielzahl von Störungen, einschließlich Depressionen, Fettleibigkeit, Autoimmunerkrankungen und Migräne, einschließlich neurologischer und psychiatrischer Störungen, die nicht direkt mit dem Darm zusammenhängen müssen.

Möglicherweise handelt es sich bei diesen Reaktionen nicht um unnatürliche Überempfindlichkeiten, sondern um normale Reaktionen eines gesunden Körpers, der signalisiert, dass modernes, hochgezüchtetes Getreide und die daraus hergestellten Industrieprodukte für seine Ernährung ungeeignet und schädlich sind.

Es gibt Studien, in denen bei einer Untergruppe von Schizophrenie-Patienten erhöhte Antikörper gegen Gliadin nachgewiesen wurden, ohne dass diese an Zöliakie erkrankt sein müssen. Für die Diagnose einer Zöliakie ist ein spezifischer immunologischer Befund im Darm erforderlich.

Eine Studie an 31 Schizophrenie-Patienten zeigte, dass erhöhte Gliadin-Antikörper mit erhöhten neurochemischen Markern im Gehirn korrelieren, was auf eine Entzündung im Gehirn hinweist.

Daraus folgt, dass neben der Zöliakie auch andere Erkrankungen durch den Verzehr von Weizen ausgelöst werden können. Die weltweite Prävalenz der Zöliakie liegt bei 1,4 %, was jedoch die Möglichkeit anderer durch Gluten oder Weizen verursachter Störungen nicht ausschließt.

​Weißmehl negativ für Herzgesundheit und Blutzuckerspiegel

Weißmehl gilt in aktuellen Studien als Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen - und nicht nur das: Der Verzehr von Weißmehlprodukten begünstigt auch Diabetes stärker als der von Vollkornprodukten.

Nach Ansicht der Forscher kann das Diabetesrisiko gesenkt werden, wenn Weißmehlprodukte durch Alternativen ersetzt werden.

Der Grund ist einfach: Weißmehl ist ein raffiniertes Produkt mit hohem Kohlenhydratgehalt, aber ohne Ballaststoffe. Dadurch wird die Stärke im Dünndarm schnell zu Zucker abgebaut, der rasch ins Blut gelangt und dort den Blutzuckerspiegel ähnlich schnell ansteigen lässt wie herkömmlicher Haushaltszucker.

​Weißmehl macht dick und süchtig

Zwar gibt es mehrere Studien, die zeigen, dass Menschen, die Vollkornprodukte verzehren, seltener Übergewicht haben als Weißmehl-Verzehrer, machte der Kardiologe Dr. William Davis eine aufschlussreiche Beobachtung bei seinen Diabetes-Patienten: Mehl, insbesondere Weizenmehl, fördert Übergewicht, unabhängig davon, ob es sich um Vollkorn- oder Weißmehl handelt.

Dr. Davis identifizierte das Protein "Gliadin", einen Teil des Weizeneiweißes Gluten, das bei einigen Menschen Zöliakie auslöst, als einen der Hauptgründe für die Gewichtszunahme bei allen Menschen. Gliadin setzt bei der Verdauung so genannte Exorphine frei, Substanzen, die ähnlich wie Opium wirken und süchtig machen können. Diese Exorphine überwinden die Blut-Hirn-Schranke, binden an Opioidrezeptoren im Gehirn und fördern so die Weizensucht.

Diese Sucht steigert den Appetit auf Weizenprodukte, was zu einer erhöhten Kalorienaufnahme und damit zu einer Gewichtszunahme führt. Die Weizen-Exorphine sind übrigens derart suchtauslösend, dass sogar ein Medikament entwickelt wurde, das die Opioidrezeptoren blockiert, um als Schlankheitsmittel zu wirken. In Versuchen haben Personen innerhalb von sechs Monaten 10 Kilogramm abgenommen, ohne ihre Ernährung umzustellen. Die einfache Lösung scheint also zu sein, Weizen aus der Ernährung zu streichen.

​Weißmehl enthält gefährliche Lektine

Neben anderen Getreideinhaltsstoffen haben in den letzten Jahren auch Lektine verstärkt Aufmerksamkeit erregt. Diese Proteine, auch als Agglutinine bekannt und im Fall von Weizen als Weizenagglutinin (WGA) bezeichnet, können sich mit roten Blutkörperchen verbinden, was das Blut dickflüssiger macht und das Risiko für Thrombosen, Schlaganfälle und Herzinfarkte erhöht.

Darüber hinaus beeinträchtigen Lektine die Darmgesundheit, indem sie Entzündungen hervorrufen, die Darmflora stören und die natürliche Schutzfunktion der Darmschleimhaut beeinträchtigen, was sie durchlässiger macht.

Dies führt zum Leaky-Gut-Syndrom, bei dem gefährliche Bakterien und unvollständig verdaute Stoffe ins Blut gelangen können. Dieser Zustand wird als möglicher Auslöser für Autoimmunerkrankungen wie Arthritis, Diabetes Typ 1, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Multiple Sklerose und andere diskutiert. Zudem wird vermutet, dass WGA die Bauchspeicheldrüse schädigen und die Entstehung von Darmkrebs fördern kann. [14]

Lektine haben aber auch Vorteile und kommen vor allem in Hülsenfrüchten wie Bohnen und Linsen, Getreide, Nachtschattengewächsen wie Tomaten und Kartoffeln sowie in Nüssen und Samen vor. Während frühere Studien, die Lektinen negative Auswirkungen zuschrieben, oft mit unrealistisch hohen Dosen arbeiteten, die über die Ernährung normalerweise nicht aufgenommen werden, gibt es auch Belege für positive Effekte von Lektinen.

Sie können beispielsweise durch ihre Fähigkeit, sich an die Darmschleimhaut zu heften, das Ansiedeln pathogener Keime verhindern. Zudem wird Lektinen eine präventive Wirkung gegen Krebs zugeschrieben, da sie das Verklumpen von Tumorzellen fördern können. Aktuell wird daher an Krebsmedikamenten geforscht, die auf Lektinen basieren. Gesunde Körperzellen sind von dieser Verklumpung erst bei wesentlich höheren Lektinkonzentrationen betroffen. [15] [16]

Zivilisationskrankheiten sind auf dem Vormarsch

Dennoch können wir nicht ignorieren, dass unsere Gesellschaft zunehmend von Zivilisationskrankheiten heimgesucht wird, die in den westlichen Ländern zu den Hauptursachen vorzeitiger Sterblichkeit zählen. Diese Krankheiten, die von Alzheimer über Diabetes bis hin zu Herz-Kreislauf-Problemen reichen, sind häufig mit chronischen Entzündungen verbunden, die unsere Lebenserwartung und -qualität erheblich einschränken können, ohne direkt tödlich zu sein. Zu den Folgen gehören nicht nur körperliche Leiden wie Übergewicht und Rheuma, sondern auch Allergien, bestimmte Krebsarten und sogar psychische Erkrankungen, die alle durch Entzündungsprozesse beeinflusst werden.

Insbesondere Weißmehlprodukte haben in einer vorbeugenden Ernährung keinen Platz, da in unserer kalorienreichen Welt leere Kalorien ohne ernährungsphysiologischen Mehrwert nur den Nährboden für Krankheiten bereiten. Denn abgesehen von leeren Kalorien und etwas Eiweiß bietet Weißmehl als Grundnahrungsmittel kaum weitere Nährstoffe.

Weizen-ATIs verursachen nachweislich Entzündungen

Die gängigen Mehlsorten enthalten neben Gluten auch Lektine und spezifisch Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATIs), die etwa 4 Prozent des Getreideproteins ausmachen und somit ebenfalls zu den natürlichen Proteinen des Korns zählen. Mittlerweile wird ein Zusammenhang zwischen ATIs und der Entwicklung von Autoimmunerkrankungen vermutet, da diese Proteine im Darm starke Entzündungsreaktionen auslösen können. Diese Entzündungen beschränken sich nicht nur auf den Darm, sondern können sich auch auf andere Körperbereiche ausweiten und so chronisch entzündliche Krankheiten wie Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis, Lupus, Asthma oder auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen verursachen.

Zudem wird angenommen, dass ATIs für die sogenannte zöliakieunabhängige Glutensensitivität verantwortlich sind, was darauf hindeutet, dass nicht ausschließlich Gluten für die entzündlichen Reaktionen verantwortlich ist. Für diejenigen, die der Meinung sind, dass Glutensensitivität nur ein modischer Trend oder gar Einbildung sei, könnte unser Fachartikel "Glutenempfindlichkeit - mehr als nur Einbildung" von Interesse sein, der dieses Thema näher beleuchtet.

Dass unsere Sehnsucht nach Pizza, Spagetti, Brötchen und Donuts keine harmlosen Leckereien sind, wird aber spätestens dann klar, wenn man sich mit den Forschungen des Mainzer Professors Dr. Dr. Schuppan beschäftigt. Im Rahmen dieser Forschungsarbeiten wurde ein besonderes Augenmerk auf die in Weizen vorkommenden Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI) gerichtet, Proteine, die ursprünglich zum Schutz der Pflanze vor Fressfeinden dienen. Es hat sich gezeigt, dass unser Immunsystem auf diese Proteine negativ reagiert. In zahlreichen Studien mit Tieren hat Schuppan nachgewiesen, dass ATIs Entzündungen im Darm fördern, die Entstehung von nicht-alkoholischer Fettleber und allergischen Atemwegsentzündungen begünstigen, allergische Immunreaktionen sowie Darmdysbiosen verstärken und sogar den Verlauf von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und experimenteller Multipler Sklerose verschlimmern können.

Es ist anzumerken, dass die Untersuchungen von Schuppan mit Mengen von ATIs durchgeführt wurden, die in unserer täglichen Nahrung vorkommen. Ein häufiger Kritikpunkt ist das Fehlen von Humanstudien. Dennoch zeigen viele Berichte von Menschen mit Autoimmunerkrankungen, die durch eine weizenarme Ernährung nach dem Autoimmunprotokoll deutliche Verbesserungen erfahren haben, dass ein Zusammenhang bestehen könnte.

Es ist offensichtlich, dass die übliche Ernährung mit einem hohen Anteil an Weizenprodukten nicht unschuldig an der Verbreitung von Entzündungskrankheiten und Stoffwechselstörungen ist. Auch wenn die breite Akzeptanz dieser Erkenntnis noch auf sich warten lässt - zum Teil wegen der tief verwurzelten Vorliebe für den Geschmack dieser Lebensmittel - ist es wichtig, diese Zusammenhänge zu erkennen und anzugehen.

Die Proteinfragmente zu groß bleiben.

Regel Nr. 1: Weizenmehl meiden

Die wichtigste Empfehlung lautet daher, Weizen zu meiden - und zwar sowohl Weißmehl als auch Vollkornprodukte einschließlich Weizensprossen, Weizenkeime und Weizenkleie. Wer konsequent sein will, wird schnell feststellen, dass Weizenmehl von der Lebensmittelindustrie in fast allen Fertigprodukten verarbeitet wird.

Es findet sich nicht nur in Brot, Gebäck und Nudeln, sondern auch in Produkten, bei denen man es nicht sofort vermutet, wie Rahmspinat, Speiseeis, Fertigsaucen und sogar Wurst.

Regel Nr. 2: Zu Alternativen greifen

Als Alternativen bieten sich weniger gezüchtete Getreidesorten wie Dinkel, Emmer, Einkorn und Urroggen an. Viele Menschen, die auf Weizen sensibel reagieren, kommen mit Dinkel besser zurecht, obwohl auch er Gluten und damit Gliadin enthält – allerdings in einer anderen Form als Weizengliadin. Kamutkorn wird ebenfalls als weniger überzüchtet betrachtet.

Gänzlich glutenfreie Optionen, die als sicherer gelten, sind Hirse und die Pseudogetreide Quinoa, Buchweizen und Amaranth. Auch bei diesen gibt es Bedenken hinsichtlich bestimmter Inhaltsstoffe, denen man jedoch durch traditionelle Zubereitungsmethoden wie gründliches Waschen, Einweichen über Nacht und Wegschütten des Einweichwassers entgehen kann.

Brot, gleich aus welchem Korn, ist bekömmlicher, wenn es lange Teigführungszeiten hatte und mit Sauerteig oder Backferment gebacken wurde. Es gibt auch Nichtgetreidemehle wie Kichererbsen-, Kastanien-, Nuss-, Mandel- und Kokosmehl, die zwar allein kein Brot ergeben, aber gemischt mit herkömmlichem Mehl die Menge des Klebermehls reduzieren und ein einzigartiges Geschmackserlebnis bieten können.

Regel Nr. 3: Den Konsum von Getreide reduzieren

Reifes Getreide ist extrem schwer verdaulich. Nicht nur das Klebereiweiß allein macht dem Organismus zu schaffen. Auch der hohe Anteil an Stärke führt zu Reizungen. Stärke plus Gluten ergeben im Darm eine klebrige Masse, die nicht vollständig verdaut werden kann. Bei der (versuchten) Verdauung entstehen neben Schlacken auch Säuren. Sie lagern sich im Körper ab und übersäuern ihn Tag für Tag.

Chronische Entzündungen der Schleimhäute (neben Magen-Darm-Beschwerden auch häufige Erkältungen) und Erkrankungen des Bewegungsapparates (Arthrose, Gicht, Rheuma) sind typische Folgen des täglichen Brot- und Nudelverzehrs - so beschreiben es zumindest die alten Gesundheitsvertreter Arnold Ehret, Walter Sommer, Helmut Wandmaker und viele andere.

Diese Peptide zu lange in unserem Körper wirken können.

Zutaten:

  • 500 ml Hafer-, Reis-, Cashew- oder Mandeldrink je nach Vorliebe
  • ​2-4 EL Puder Erythrit (Erythrit zu Puder mixen) oder alternativ 15 g Agavendicksaft
  • ​1 gestrichener Teelöffel Matcha
  • ​1 Prise gemahlener Zimt
  • ​​1 Prise gemahlene Vanille
  • ​1 Prise gemahlenen Maca
  • ​4 Eiswürfel oder alternativ einfach warm bei ca. 55 - 60° C genießen

Zubereitung:

In unserem kostenlosen Gesundheitsbuch 'Das Clean Eating Kochbuch' sind ausschließlich Rezepte ohne Weizen enthalten. Du findest eine Vielzahl glutenfreier Rezepte mit Pseudogetreiden wie Quinoa, Buchweizen und Amaranth sowie Hirse, Naturreis und Hafer.

Wann immer wir über eine gesunde Ernährung sprechen, erhältst Du den Rat (oder sogar die Anweisung), Weizen sofort aus dem Speiseplan zu streichen.

Der Grund dafür ist, dass unsere Spezies, Homo, erst seit 0,2 % unserer Evolutionsgeschichte Getreide zu sich nimmt – das bedeutet, Getreide ist erst seit etwa 10.000 Jahren Teil unserer Nahrung. Allein dieser Fakt ist vielleicht kein überzeugendes Argument, da man argumentieren könnte, dass wir uns inzwischen an den Weizenkonsum angepasst haben könnten. Allerdings wird das Argument stichhaltiger, wenn man die problematische Komponente in Betracht zieht, nämlich das Weizenprotein. Dieses Protein, das natürlich im Weizen vorkommt und als Speicherprotein dient, ist tatsächlich ein Proteingemisch, bestehend hauptsächlich aus Glutenin und Gliadin (ein Prolamin).

Eines ist klar: Niemand kann Weizeneiweiß wirklich vollständig verdauen. Das gilt sowohl für gesunde Menschen als auch für Menschen, die später an Zöliakie erkranken - einer ausgeprägten immunologischen Reaktion auf Weizeneiweiß. Wären wir als Spezies optimal an den Verzehr von Weizen angepasst, könnten wir ihn wahrscheinlich problemlos verdauen, ähnlich wie Gemüse, von dem im Darm nichts unverdaut bleibt.

Dieses nicht vollständig verdaute Weizeneiweiß ist für uns alle toxisch. Diese Erkenntnis stammt unter anderem von Dr. Alessio Fasano, einem renommierten Weizenforscher an der Harvard University, der 2019 zu den 1 % der weltweit am häufigsten zitierten Wissenschaftler seines Fachgebiets zählt - also keineswegs eine unbedeutende Persönlichkeit.

Die prinzipielle Toxizität von Gluten wird auch durch zahlreiche Studien zu diesen unvollständig verdauten Weizenfragmenten bestätigt. Hier einige Studien zur Verdeutlichung:

  • ​Diese Studie hat gezeigt, dass diese Weizenfragmente, die vom Körper nicht vollständig verdaut werden, verschiedene Entzündungswege aktivieren und mehrere Formen von Zellstress in den Darmzellen hervorrufen.
  • Tierstudien haben gezeigt, dass diese Proteinfragmente, selbst bei "gesunden Tieren", tief in den Körper eindringen und sich beispielsweise in der Bauchspeicheldrüse ansammeln können. Die Forschenden deuten an, dass, sollte dies auch für Menschen gelten, die erhöhte Durchlässigkeit des Darms bei Personen mit Prädiabetes und Typ-1-Diabetes die Betazellen direkt den Gliadinfragmenten aussetzen könnte. Das bedeutet, bei einem Leaky-Gut-Syndrom könnte Weizen zusätzlich zu Problemen bei Autoimmunerkrankungen beitragen.​
  • ​Weitere Studien zeigten, dass Weizenproteinfragmente auch die Insulinfreisetzung in der Bauchspeicheldrüse stimulieren können, was darauf hindeutet, dass "Weizenproteinfragmente zu einer Überaktivität der Betazellen beitragen können". Diese Überaktivität kann dann zu verschiedenen Krankheiten führen, insbesondere zu Diabetes.
  • ​Diese Studie aus dem "Diabetes Metabolism Research and Reviews Journal" zeigte, dass eine langfristige glutenfreie und fettreiche Ernährungsweise bei Mäusen die Glukosetoleranz verbessert, das Volumen der Betazellen und der Bauchspeicheldrüse erhöht und den Leptinspiegel senkt. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine glutenfreie Ernährung positive Auswirkungen auf Typ-2-Diabetes haben könnte.

Beim weiteren Betrachten wird klar, dass, wenn diese schädlichen Proteinfragmente über längere Zeiträume im Körper verweilen und sich zudem im Gewebe ablagern, ist es nur natürlich, dass dies zu komplexen Krankheitsmustern und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Zusammenhänge zwischen Weizenproteinen und neurodegenerativen Erkrankungen festgestellt wurden. [6]​​​​​

​In einer umfassenden Studie aus den USA, die mit einem langen und selbsterklärenden Titel "Trends in Estimated Percentage of Energy Intake From Total Carbohydrates, Protein, and Fat Among US Adults Aged 20 Years or Older by NHANES Survey Cycle From 1999-2000 to 2015-2016" untersucht, warum "Weizen" in unserer westlichen Welt problematisch ist.

In den letzten 20 Jahren haben die Menschen in den USA (in Deutschland ist es nicht besser) ihren Energiebedarf zu mehr als 50% aus Kohlenhydraten gedeckt. Die Abbildung unten zeigt, dass rund 80-90 % davon von "minderwertiger" Qualität sind, hauptsächlich in Form von Weißmehlprodukten wie Burger-Brötchen und Weizentoast, statt aus Vollkorngetreide, kohlenhydratreichen Hülsenfrüchten und Gemüse+Obst.

Doch was macht das ganze jetzt problematisch? Ähnlich wie raffinierter Zucker in Softdrinks im Vergleich zu natürlichem Zucker in Obst, wurde das Mehl verarbeitet, die Zellwände aufgebrochen und somit ein faserarmes Produkt geschaffen. Dadurch sind die enthaltene Stärke und das Weizenprotein "frei" zugänglich, was man als azelluläre Kohlenhydratquellen bezeichnet. Es fehlt die natürliche Schutzbarriere der Zellwände, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Körper die eigentlich schwer zugänglichen Inhaltsstoffe von Vollkornprodukten leichter aufnimmt. 

Gleichzeitig ist damit aber nicht gemeint, dass wir es befürworten, den Energiebedarf ausschließlich mit Vollkornweizen zu decken. Es erklärt vielmehr, warum Weizen in unserem westlichen Kontext, insbesondere in Form von Weißmehl, sehr sicher krank macht oder zumindest Krankheitsprozesse fördert.

Die logische Schlussfolgerung daraus ist, dass Du, um gesünder zu werden, die 80-90 % minderwertigen Kohlenhydrate durch bessere Alternativen ersetzen musst. Bei weiterem Umdenken wird klar, dass dies letztlich auf eine minimal verarbeitete Ernährung hinausläuft. Jede industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln zerstört etwas Wesentliches, das uns später schaden kann. Und was ist mit der These, dass wir Pflanzen in ihrer natürlichen, zellulären Form zu uns nehmen, wie es vielleicht vorgesehen ist? Nicht konzentriert und isoliert wie Mehl. Vielleicht ist das ja das Geheimnis. Wir finden, es ist ein wunderbar einfaches und dennoch tiefgründiges Konzept.

Fazit & Praxistipp

Weizen sollte nicht länger als Grundnahrungsmittel betrachtet werden. Andere Getreidearten können in moderaten Mengen verzehrt werden. Empfohlen wird die Verwendung von frisch gemahlenem Vollkornmehl, das traditionell verarbeitet und idealerweise mit anderen Mehlsorten wie Nuss-, Mandel- oder Kastanienmehl kombiniert wird.

Weißmehl hat keine nennenswerten Vorteile. Die extreme Nährstoffarmut und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Gallensteine und Rheuma sind Gründe, die gegen den Verzehr von Weißmehl sprechen.

Natürlich gibt es Menschen, die regelmäßig Schoko-Croissants essen, schlank bleiben und keine Insulinresistenz oder schwere Darmprobleme entwickeln. Sie merken vielleicht gar nicht, dass eine vernebelte Wahrnehmung oder andere Beschwerden mit ihrer Ernährung zusammenhängen könnten.

Und wir möchten mit diesem Artikel auch keineswegs andeuten, dass jeder sofort vom Brötchen krank wird. Wir möchten nur bewusst sensibilisieren und immer wieder auf folgende simple Feststellung hinweisen, die in der Diskussionen über Ernährung so oft als entscheidendes Element übersehen wird:

Das umfassende Verständnis unserer biologischen Grundlagen.

Wie Theodosius Dobzhansky, der bedeutendste Evolutionsbiologe, bereits 1973 in seinem Essay "Nichts in der Biologie ergibt Sinn außer im Licht der Evolution betrachtet" feststellte, sind wir Menschen das Ergebnis einer langen evolutionären Geschichte. Unsere Existenz, unsere Erfahrungen und Gefühle sind nicht zufällig entstanden, sondern haben evolutionäre Wurzeln.

So ist zum Beispiel das in Deutschland so beliebte Fußballspiel nicht nur ein Freizeitvergnügen. Es spiegelt komplexe evolutionäre Verhaltensmuster wie Spiel, Gruppenorganisation und Jagd wider, die bis in die Zeit zurückreichen, in der der Mensch hauptsächlich als Jäger und Sammler lebte. Denn seit mindestens zwei Millionen Jahren hat der Mensch gejagt und gesammelt.

Diese Lebensweise prägte uns bis zur neolithischen Revolution vor etwa 10.000 Jahren, als wir sesshaft wurden und die Landwirtschaft entwickelten. Doch die überwiegende Mehrheit unserer evolutionären Geschichte verbrachten wir in der Wildnis und diese Zeit hat tiefe Spuren in unseren physiologischen und neurokognitiven Anpassungen hinterlassen.

​Professor Loren Cordain, ein Forscher im Bereich Anthropologie, hat aufgezeigt, dass die heutige Ernährung zu etwa 70 % aus Lebensmitteln besteht, die in der langen Geschichte der menschlichen Evolution keine Rolle spielten. Diese moderne Ernährungsweise, oft als "westliche Diät" bezeichnet, trägt zu zwei Dritteln aller ernährungsbedingten Todesfälle in westlichen Ländern bei und verkürzt unsere gesunde Lebensspanne erheblich.

​Eine Studie aus den USA im Jahr 2019 ergab, dass Amerikaner fast die Hälfte ihrer Kalorienzufuhr durch qualitativ minderwertige Kohlenhydrate, hauptsächlich in Form von Weißmehl, decken. Die Situation in Deutschland, das für seine Bäckereien bekannt ist, dürfte ähnlich sein. Weißmehl mag zwar geschmacklich ansprechend sein, bietet aber ernährungsphysiologisch keinerlei Vorteile und besteht hauptsächlich aus kalorienreichen, aber nährstoffarmen Inhaltsstoffen.

​Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass sie diese Produkte hauptsächlich wegen des Geschmacks und der appetitanregenden Wirkung konsumieren, ohne die gesundheitlichen Konsequenzen zu bedenken. Eine signifikante Reduzierung des Weißmehlkonsums könnte zu weniger Entzündungen, verbesserter Stoffwechselfunktion, gesteigerter Leistungsfähigkeit, weniger Körperfett und einer verbesserten Denkleistung führen.

Einer unserer Coaching-Teilnehmer berichtete uns kürzlich, dass er durch den Verzicht auf Weißmehl und den damit verbundenen hohen Zuckerkonsum ohne große Anstrengung 14 kg verloren hat. Zudem hat sich sein Rheuma massiv gebessert. Dies zeigt, wie wichtig es ist, auf unsere Ernährungsgewohnheiten zu achten, da diese einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit haben.

Es lohnt sich zu fragen, welchen Stellenwert wir unserer Gesundheit beimessen. Sollten wir nicht lieber Nahrungsmittel wählen, die unseren Körper mit jeder Mahlzeit optimal versorgen, anstatt lediglich unseren Heißhunger auf Teigwaren zu stillen? Der Verzicht auf Weißmehlprodukte ist ein einfacher Schritt zu einer besseren Gesundheit. Stattdessen sollten Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Salaten, Hülsenfrüchten, Pseudogetreide, Nüssen und Samen bevorzugt werden. Auch der gelegentliche Konsum von glutenfreiem Brot kann eine gute Alternative sein, die die Sättigung ohne die typischen Nachteile von Weißmehlprodukten fördert.

Halten wir fest: Eine der effektivsten und zugleich einfachsten Methoden, um Deine Gesundheit schnell und dauerhaft zu verbessern, besteht darin, den Konsum von Weißmehlprodukten wie Brot, Nudeln, Gebäck und Pizza weitgehend zu reduzieren. Denn solche Produkte sind eigentlich keine Lebensmittel.

CUSTOM JAVASCRIPT / HTML
Quellen und wissenschaftliche Studien

[1.] Diese Forschungsergebnisse beschäftigt sich mit der Rolle von Gliadin, einem Protein aus Weizengluten. Es wurde festgestellt, dass Gliadin vom menschlichen Körper nicht vollständig verdaut wird und dadurch große Peptide entstehen, die Immunreaktionen bei sensiblen Personen auslösen können. Insbesondere werden zwei Gliadin-Peptide analysiert, die sich selbst organisieren und mit dem Beginn von Krankheiten zusammenhängen könnten: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35047092 [Studie von Maria Georgina Herrera, Veronica Isabel Dodero. "Gliadin proteolytical resistant peptides: the interplay between structure and self-assembly in gluten-related disorders" Biophys Rev. 2021 Nov 18;13(6):1147-1154.]



[2.] Diese klinische Studie zeigt, dass das Gliadin-Peptid p31-43, ein Teil des Weizenproteins Gliadin, eine bedeutende Rolle bei der Entstehung von Entzündungsreaktionen und der angeborenen Immunantwort auf Gliadin bei Zöliakie spielt. Dieses Peptid wird vom menschlichen Körper nicht vollständig abgebaut und kann lange im Dünndarm verbleiben, nachdem glutenhaltige Nahrung konsumiert wurde. Es wurde festgestellt, dass p31-43 verschiedene Entzündungswege aktiviert und mehrere Formen von Zellstress in den Darmzellen hervorruft. Die Studie betont, dass dieses Peptid, bei Vorliegen einer genetischen Prädisposition und bestimmten Umweltfaktoren, zur Entwicklung von Zöliakie beitragen kann.: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33707054 [Studie von Fernando Gabriel Chirdo, Salvatore Auricchio, Riccardo Troncone, Maria Vittoria Barone. "The gliadin p31-43 peptide: Inducer of multiple proinflammatory effects" Int Rev Cell Mol Biol. 2021:358:165-205.]



[3.] Diese Studie zeigt, dass ein bestimmtes Protein aus Weizen, genannt Gliadin, nach dem Essen in den Körper gelangen und bis zur Bauchspeicheldrüse vordringen kann. Bei Mäusen könnte dies zu Typ-1-Diabetes führen, was auch bei Menschen möglich sein könnte. Die Forschung legt nahe, dass bei Menschen, die anfällig für Typ-1-Diabetes sind, dieses Protein eine Entzündung in der Bauchspeicheldrüse verursachen und die Krankheit auslösen oder verschlimmern könnte: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27795959 [Studie von Susanne W Bruun, Knud Josefsen, Julia T Tanassi, Aleš Marek, Martin H F Pedersen, Ulrik Sidenius, Martin Haupt-Jorgensen, Julie C Antvorskov, Jesper Larsen, Niels H Heegaard, Karsten Buschard. "Large Gliadin Peptides Detected in the Pancreas of NOD and Healthy Mice following Oral Administration" J Diabetes Res. 2016:2016:2424306.]



[4.] Die Studie zeigt, dass bestimmte Teile des Glutens (ein Protein im Weizen) die Bauchspeicheldrüse dazu bringen können, mehr Insulin zu produzieren. Dies wurde sowohl in Zellkulturen als auch bei Ratten festgestellt. Diese Erkenntnisse könnten erklären, warum eine glutenfreie Ernährung das Risiko für Typ-1-Diabetes reduzieren kann: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23785500 [Studie von Morten Dall, Kirstine Calloe, Martin Haupt-Jorgensen, Jesper Larsen, Nicole Schmitt, Knud Josefsen, Karsten Buschard. "Gliadin fragments and a specific gliadin 33-mer peptide close KATP channels and induce insulin secretion in INS-1E cells and rat islets of langerhans" PLoS One. 2013 Jun 13;8(6):e66474.]



[5.] Diese Studie hat gezeigt, dass eine glutenfreie und fettreiche Ernährung bei Mäusen nach längerer Zeit die Glukosetoleranz verbessern und das Volumen der Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse erhöhen kann. Diese Ernährung hatte keine entzündungsfördernde Wirkung im Darm und könnte möglicherweise dazu beitragen, die Belastung der Beta-Zellen zu verringern. Dies könnte darauf hinweisen, dass eine glutenfreie Ernährung für Menschen mit Typ-2-Diabetes von Vorteil sein könnte, um die Funktion der Beta-Zellen zu verbessern und die Glukosetoleranz zu erhöhen: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26991675 [Studie von Martin Haupt-Jorgensen, Karsten Buschard, Axel K Hansen, Knud Josefsen, Julie Christine Antvorskov. "Gluten-free diet increases beta-cell volume and improves glucose tolerance in an animal model of type 2 diabetes" Diabetes Metab Res Rev. 2016 Oct;32(7):675-684.]



[6.] Diese im "Iran Journal of Allergy, Asthma and Immunology" veröffentlichte Studie zeigt, dass Gliadin, ein Bestandteil von Gluten, Autoimmunreaktionen im Gehirn und Rückenmark von Mäusen auslösen kann. Die Immunisierung mit Gliadin verursachte Entzündungen, Nervenzellschäden und eine Zunahme bestimmter Immunreaktionen im Körper. Dies deutet darauf hin, dass Gluten bei der Entstehung neurologischer Erkrankungen eine Rolle spielen könnte: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33904677 [Studie von Parisa Esmaeili, Elham Rostami, Arefeh Akbarijavar, Alireza Akbari Meyestani, Hamed Bashiri, Mohammad Ali Rezaee, Shohreh Fakhari. "Effects of Gliadin on Autoimmune Responses of Central Nervous System of C57BL/6 Mice" Iran J Allergy Asthma Immunol. 2021 Apr 17;20(2):188-197.]



[7.] Diese Studie schlägt vor, dass Lektine in der Nahrung das Immunsystem beeinflussen und zur Entwicklung von rheumatoider Arthritis beitragen können. Die Autoren empfehlen, Lektine in der Ernährung zu reduzieren, um Symptome bei einigen Patienten zu verringern: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10884708 [Studie von L Cordain, L Toohey, M J Smith, M S Hickey. "Modulation of immune function by dietary lectins in rheumatoid arthritis" Br J Nutr. 2000 Mar;83(3):207-17.]



[8.] Die Studie zeigt, dass Weizenamylase-Trypsininhibitoren (ATI), die in einer typischen weizenbasierten Ernährung vorkommen, bei Mäusen im Modell der experimentellen Autoimmunenzephalitis (EAE), einem Modell für Multiple Sklerose (MS), die Entzündung des zentralen Nervensystems und die klinischen Symptome verstärken. Dies unterstreicht die Bedeutung der Darm-Hirn-Achse bei entzündlichen Erkrankungen des ZNS: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37595983 [Studie von Victor F Zevallos, Nir Yogev, Judith Hauptmann, Alexei Nikolaev, Geethanjali Pickert, Valeska Heib, Nicola Fittler, Sebastian Steven, Felix Luessi, Manjusha Neerukonda, Claudia Janoschka, Ann-Marie Tobinski, Luisa Klotz, Ari Waisman, Detlef Schuppan. "Dietary wheat amylase trypsin inhibitors exacerbate CNS inflammation in experimental multiple sclerosis" Gut. 2023 Dec 7;73(1):92-104.]



[9.] Diese Studie hat gezeigt, dass eine glutenfreie und fettreiche Ernährung bei Mäusen nach längerer Zeit die Glukosetoleranz verbessern und das Volumen der Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse erhöhen kann. Diese Ernährung hatte keine entzündungsfördernde Wirkung im Darm und könnte möglicherweise dazu beitragen, die Belastung der Beta-Zellen zu verringern. Dies könnte darauf hinweisen, dass eine glutenfreie Ernährung für Menschen mit Typ-2-Diabetes von Vorteil sein könnte, um die Funktion der Beta-Zellen zu verbessern und die Glukosetoleranz zu erhöhen: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26991675 [Studie von Martin Haupt-Jorgensen, Karsten Buschard, Axel K Hansen, Knud Josefsen, Julie Christine Antvorskov. "Gluten-free diet increases beta-cell volume and improves glucose tolerance in an animal model of type 2 diabetes" Diabetes Metab Res Rev. 2016 Oct;32(7):675-684.]



[10.] Diese im "Iran Journal of Allergy, Asthma and Immunology" veröffentlichte Studie zeigt, dass Gliadin, ein Bestandteil von Gluten, Autoimmunreaktionen im Gehirn und Rückenmark von Mäusen auslösen kann. Die Immunisierung mit Gliadin verursachte Entzündungen, Nervenzellschäden und eine Zunahme bestimmter Immunreaktionen im Körper. Dies deutet darauf hin, dass Gluten bei der Entstehung neurologischer Erkrankungen eine Rolle spielen könnte: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33904677 [Studie von Parisa Esmaeili, Elham Rostami, Arefeh Akbarijavar, Alireza Akbari Meyestani, Hamed Bashiri, Mohammad Ali Rezaee, Shohreh Fakhari. "Effects of Gliadin on Autoimmune Responses of Central Nervous System of C57BL/6 Mice" Iran J Allergy Asthma Immunol. 2021 Apr 17;20(2):188-197.]



[11.] Diese Studie hat gezeigt, dass eine glutenfreie und fettreiche Ernährung bei Mäusen nach längerer Zeit die Glukosetoleranz verbessern und das Volumen der Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse erhöhen kann. Diese Ernährung hatte keine entzündungsfördernde Wirkung im Darm und könnte möglicherweise dazu beitragen, die Belastung der Beta-Zellen zu verringern. Dies könnte darauf hinweisen, dass eine glutenfreie Ernährung für Menschen mit Typ-2-Diabetes von Vorteil sein könnte, um die Funktion der Beta-Zellen zu verbessern und die Glukosetoleranz zu erhöhen: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26991675 [Studie von Martin Haupt-Jorgensen, Karsten Buschard, Axel K Hansen, Knud Josefsen, Julie Christine Antvorskov. "Gluten-free diet increases beta-cell volume and improves glucose tolerance in an animal model of type 2 diabetes" Diabetes Metab Res Rev. 2016 Oct;32(7):675-684.]



[12.] Diese im "Iran Journal of Allergy, Asthma and Immunology" veröffentlichte Studie zeigt, dass Gliadin, ein Bestandteil von Gluten, Autoimmunreaktionen im Gehirn und Rückenmark von Mäusen auslösen kann. Die Immunisierung mit Gliadin verursachte Entzündungen, Nervenzellschäden und eine Zunahme bestimmter Immunreaktionen im Körper. Dies deutet darauf hin, dass Gluten bei der Entstehung neurologischer Erkrankungen eine Rolle spielen könnte: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33904677 [Studie von Parisa Esmaeili, Elham Rostami, Arefeh Akbarijavar, Alireza Akbari Meyestani, Hamed Bashiri, Mohammad Ali Rezaee, Shohreh Fakhari. "Effects of Gliadin on Autoimmune Responses of Central Nervous System of C57BL/6 Mice" Iran J Allergy Asthma Immunol. 2021 Apr 17;20(2):188-197.]



[13.] Diese Studie hat herausgefunden, dass Menschen, die empfindlich auf Gluten reagieren, aber keine Zöliakie haben, sich besser fühlen können, wenn sie entweder glutenfrei essen oder Lebensmittel mit wenig FODMAPs zu sich nehmen. Eine glutenfreie Ernährung kann Entzündungen im Darm reduzieren und beide Diäten verändern die Bakterien im Darm. Das bedeutet, dass die Probleme durch Gluten bei manchen Menschen nicht nur durch Gluten selbst, sondern auch durch andere Stoffe in der Nahrung und durch Veränderungen der Darmbakterien verursacht werden können: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29653862 [Studie von Walburga Dieterich, Detlef Schuppan, Monic Schink, Raphaela Schwappacher, Stefan Wirtz, Abbas Agaimy, Markus F Neurath, Yurdagül Zopf. "Influence of low FODMAP and gluten-free diets on disease activity and intestinal microbiota in patients with non-celiac gluten sensitivity" Clin Nutr. 2019 Apr;38(2):697-707.]



[14.] Diese Studie zeigt, dass die Aufnahme von Weizenkeim-Agglutinin (WGA) und anderen spezifischen Lektinen in der Nahrung das Wachstum und die Verdauung bei Ratten negativ beeinflusst, indem sie die Verdauung und Nutzung von Proteinen reduziert und das Wachstum des Dünndarms, der Bauchspeicheldrüse sowie eine Thymusatrophie fördert. Ein Teil des WGA gelangt in den Blutkreislauf und wird in Gefäßwänden abgelagert. Die Verwendung von WGA als natürliches Insektizid in Pflanzen könnte daher gesundheitliche Risiken für Menschen darstellen: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8399111 [Studie von A Pusztai, S W Ewen, G Grant, D S Brown, J C Stewart, W J Peumans, E J Van Damme, S Bardocz. "Antinutritive effects of wheat-germ agglutinin and other N-acetylglucosamine-specific lectins" Br J Nutr. 1993 Jul;70(1):313-21.]



[15.] Diese Studie untersuchte die Bindungseigenschaften von Pflanzenlektinen an Darmkrebszelllinien, um das Potenzial von lektinvermitteltem, zielgerichtetem Medikamententransport zu bewerten. Es wurde festgestellt, dass bestimmte Lecktine, insbesondere das Weizenkeim-Agglutinin, eine starke Bindung an die Zellen aufwiesen, was auf die Möglichkeit hinweist, sie für gezielte Medikamentenlieferungen zu nutzen. Die Ergebnisse legen nahe, dass der Einsatz von Lecktinen, die an spezifische Kohlenhydrate binden, eine vielversprechende Strategie für die Entwicklung von peroralen bioadhäsiven Formulierungen darstellt, die an resorptive Darmzellen haften: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9795030 [Studie von F Gabor, M Stangl, M Wirth. "Lectin-mediated bioadhesion: binding characteristics of plant lectins on the enterocyte-like cell lines Caco-2, HT-29 and HCT-8" J Control Release. 1998 Nov 13;55(2-3):131-42.]



[16.] Diese Studie untersuchte die Bindungseigenschaften von Pflanzenlektinen an Darmkrebszelllinien, um das Potenzial von lektinvermitteltem, zielgerichtetem Medikamententransport zu bewerten. Es wurde festgestellt, dass bestimmte Lecktine, insbesondere das Weizenkeim-Agglutinin, eine starke Bindung an die Zellen aufwiesen, was auf die Möglichkeit hinweist, sie für gezielte Medikamentenlieferungen zu nutzen. Die Ergebnisse legen nahe, dass der Einsatz von Lecktinen, die an spezifische Kohlenhydrate binden, eine vielversprechende Strategie für die Entwicklung von peroralen bioadhäsiven Formulierungen darstellt, die an resorptive Darmzellen haften: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15992039 [Studie von M Jordinson, J Calam, M Pignatelli. "Lectins: from basic science to clinical application in cancer prevention" Expert Opin Investig Drugs. 1998 Sep;7(9):1389-403.]



[17.] In der Veröffentlichung von Alberto Caminero im Journal "Gut" geht es darum, dass Weizenproteine Entzündungen im Gehirn auslösen können. Die Arbeit betrachtet, wie eine glutenfreie Ernährung dabei helfen könnte, solche Entzündungen zu vermeiden oder zu verbessern, besonders für Menschen mit Autoimmunerkrankungen oder speziellen Ernährungsbedürfnissen: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37751934 [Studie von Alberto Caminero. "Wheat proteins as triggers of central nervous system inflammation" Gut. 2023 Dec 7;73(1):5-6.]



[18.] Diese im "American Journal of Public Health" veröffentlichte Studie zeigt, dass Frauen, die regelmäßig Vollkornprodukte essen, ein geringeres Risiko haben, Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Im Gegensatz dazu ist der Konsum von raffinierten Getreideprodukten mit einem erhöhten Diabetesrisiko verbunden. Der Austausch von raffinierten durch Vollkornprodukte könnte daher helfen, das Risiko für Typ-2-Diabetes zu senken: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10983198 [Studie von S Liu, J E Manson, M J Stampfer, F B Hu, E Giovannucci, G A Colditz, C H Hennekens, W C Willett. "A prospective study of whole-grain intake and risk of type 2 diabetes mellitus in US women" Am J Public Health. 2000 Sep;90(9):1409-15.]



[19.] Die Studie von J. Salmerón et al., veröffentlicht in JAMA, untersuchte den Zusammenhang zwischen Ernährung, insbesondere dem glykämischen Index, der glykämischen Last, dem Fasergehalt und dem Risiko für Typ-2-Diabetes bei Frauen. Durch die Analyse von Daten von 65.173 US-Frauen im Alter von 40 bis 65 Jahren, die zu Beginn der Studie frei von kardiovaskulären Erkrankungen, Krebs und Diabetes waren, fanden die Forscher heraus, dass eine Ernährung mit hohem glykämischen Index und geringem Gehalt an Zerealienfasern das Risiko für Typ-2-Diabetes bei Frauen erhöht. Eine hohe Aufnahme von Vollkornprodukten wurde hingegen mit einem geringeren Diabetesrisiko in Verbindung gebracht. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer Ernährung mit niedriger glykämischer Last und hohem Fasergehalt zur Verringerung des Diabetesrisikos: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9020271 [Studie von J Salmerón, J E Manson, M J Stampfer, G A Colditz, A L Wing, W C Willett. "Dietary fiber, glycemic load, and risk of non-insulin-dependent diabetes mellitus in women" JAMA. 1997 Feb 12;277(6):472-7.]



[20.] Die Studie von J. Salmerón et al. in "Diabetes Care" untersuchte den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Kohlenhydraten, die eine hohe glykämische Reaktion hervorrufen, dem Verzehr von Nahrungsmittelfasern und dem Risiko von Typ-2-Diabetes bei Männern. Es wurden 42.759 Männer im Alter von 40 bis 75 Jahren über einen Zeitraum von 6 Jahren beobachtet und es wurden 523 Fälle von Typ-2-Diabetes dokumentiert. Die Studie ergab, dass eine Ernährung mit hohem glykämischen Index und niedrigem Getreidefaseranteil das Risiko für Typ-2-Diabetes bei Männern erhöht. Der Verzehr von Getreidefasern scheint das Diabetesrisiko zu senken: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9096978 [Studie von J Salmerón, A Ascherio, E B Rimm, G A Colditz, D Spiegelman, D J Jenkins, M J Stampfer, A L Wing, W C Willett. "Dietary fiber, glycemic load, and risk of NIDDM in men" Diabetes Care. 1997 Apr;20(4):545-50.]



[21.] Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen der Ernährung, insbesondere dem glykämischen Index, der glykämischen Last und dem Anteil an Getreidefasern, und dem Risiko für Typ-2-Diabetes. Es wurde festgestellt, dass eine Ernährung mit hohem glykämischen Index und hoher glykämischer Last, insbesondere wenn sie kombiniert wird mit einem niedrigen Anteil an Getreidefasern, das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöht. Im Gegensatz dazu wird eine Ernährung mit hohem Anteil an Getreidefasern und niedrigem glykämischen Index mit einem geringeren Diabetesrisiko in Verbindung gebracht. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung mit einem hohen Anteil an Vollkornprodukten und minimalem Verzehr von hochverarbeiteten Kohlenhydraten zur Prävention von Typ-2-Diabetes: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12081851 [Studie von Walter Willett, JoAnn Manson, Simin Liu. "Glycemic index, glycemic load, and risk of type 2 diabetes" Am J Clin Nutr. 2002 Jul;76(1):274S-80S.]



[22.] Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen Antikörpern gegen Gliadin (ein Protein in Weizen) und Entzündungsmarkern im Blut bei Menschen mit Schizophrenie. Die Forscher fanden heraus, dass Menschen mit Schizophrenie, die hohe Werte dieser Antikörper hatten, auch höhere Entzündungswerte aufwiesen. Dies deutet darauf hin, dass eine Untergruppe von Menschen mit Schizophrenie eine Entzündungsreaktion aufweisen könnte, die mit ihrer Reaktion auf Gliadin zusammenhängt: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29074356 [Studie von Deanna L Kelly, Haley K Demyanovich, William W Eaton, Nicola Cascella, Jessica Jackson, Alessio Fasano, William T Carpenter. "Anti gliadin antibodies (AGA IgG) related to peripheral inflammation in schizophrenia" Brain Behav Immun. 2018 Mar:69:57-59.]



[23.] Diese Studie zeigt, dass die Aktivierung des Wachstumsfaktor-Rezeptors EGFR in Fettgewebsmakrophagen Fettleibigkeit und Insulinresistenz fördert. Durch das Ausschalten dieses Rezeptors in den Makrophagen konnte sowohl Fettleibigkeit als auch Insulinresistenz verringert werden: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35948530 [Studie von Shirong Cao, Yu Pan, Jiaqi Tang, Andrew S Terker, Juan Pablo Arroyo Ornelas, Guan-Nan Jin, Yinqiu Wang, Aolei Niu, Xiaofeng Fan, Suwan Wang, Raymond C Harris, und Ming-Zhi Zhang. " EGFR-mediated activation of adipose tissue macrophages promotes obesity and insulin resistance" Nat Commun. 2022 Aug 10;13(1):4684.]



[24.] Diese Studie von Sorim Choung, Ji Min Kim, Kyong Hye Joung, Eaum Seok Lee, Hyun Jin Kim und Bon Jeong Ku durchgeführt und in PLoS One veröffentlicht, zeigt, dass die Hemmung des Epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors (EGFR) mit dem Tyrosinkinase-Inhibitor PD153035 nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen (NAFLD) in fettleibigen Mäusen, die eine fettreiche Diät erhielten, verbessern kann. Die Hemmung von EGFR führte zu einer Verringerung der Lipogenese, einer Steigerung der Fettoxidation und einer Verbesserung der Glukosetoleranz, was darauf hinweist, dass EGFR eine wichtige Rolle bei NAFLD spielt und ein potenzielles therapeutisches Ziel darstellt: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30735525 [Studie von Sorim Choung, Ji Min Kim, Kyong Hye Joung, Eaum Seok Lee, Hyun Jin Kim und Bon Jeong Ku. "Epidermal growth factor receptor inhibition attenuates non-alcoholic fatty liver disease in diet-induced obese mice" PLoS One. 2019 Feb 8;14(2):e0210828.]



[25.] Die Studie, veröffentlicht in Scientific Reports von Detlef Schuppan, zeigt, dass Weizenproteine, speziell Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI), in Mäusen Merkmale von Fettleber und metabolischem Syndrom verstärken können. Diese Ergebnisse könnten dazu beitragen, die Rolle von Nahrungsmittelkomponenten bei der Entstehung von Lebererkrankungen besser zu verstehen und neue Ernährungsempfehlungen zu entwickeln.: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31767938 [Studie von Muhammad Ashfaq-Khan, Misbah Aslam, Muhammad Asif Qureshi, Marcel Sascha Senkowski, Shih Yen-Weng, Susanne Strand, Yong Ook Kim, Geethanjali Pickert, Jörn M Schattenberg und Detlef Schuppan. "Dietary wheat amylase trypsin inhibitors promote features of murine non-alcoholic fatty liver disease" Sci Rep. 2019 Nov 25;9(1):17463.]



Inhaltsverzeichnis: 

Über den Autor:

customer1 png

Tobias Lallinger ist Gründer der freegreen® ACADEMY GmbH, einem TÜV-zertifizierten Unternehmen, welches sich mit einem einzigartigem, evidenzbasiertem & ganzheitlichen 7-Säulen-Gesundheitkonzept darauf spezialisiert hat, Dich dabei zu unterstützen Deinen Körper besser zu verstehen, Deine Gesundheit sowie Deine Leistungsfähigkeit wiederherzustellen und auf ein ganz neues Level zu bringen.

Es ist unbestreitbar, dass die Freude am Genuss von frisch gebackenem Brot, knusprigen Brötchen oder einer meisterhaft zubereiteten Pizza von einem italienischen Koch für viele Menschen ein wesentlicher Bestandteil ihrer Lebensqualität ist. Wir sind uns bewusst, dass solche kulinarischen Genüsse, wie etwa ein Teller Spaghetti Bolognese oder ein Apfelstrudel, für viele Menschen einen hohen Stellenwert haben.

Die Geschichte des Weizen

Kaum ein Nahrungsmittel ist so in Verruf geraten wie Weizen. Er soll dick und depressiv, ja sogar dumm machen. Früher wurde Weizen jedoch hochgeschätzt, was sich in seiner tiefen symbolischen Bedeutung in verschiedenen Kulturen zeigt.

So sahen die alten Ägypter im Weizenkorn, das in der Erde stirbt und keimt, ein Symbol der Auferstehung. In der griechischen Kultur galt Weizen als mystisches Versenkungsobjekt, während die Römer ihn auf Gräber pflanzten, um von der Kraft der Verstorbenen zu profitieren.

Auch die Bibel verwendet viele Gleichnisse, die sich auf den Weizen beziehen. So vergleicht Jesus das Himmelreich mit einem Menschen, der Weizen auf seinen Acker sät. In der christlichen Mystik symbolisiert das im Verborgenen keimende Korn die unsichtbare Wiedergeburt des menschlichen Herzens.

Der Beginn des systematischen Getreideanbaus vor etwa 10.000 Jahren bedeutete für die Menschheit einen tiefgreifenden Wandel. Erstmals konnten sich nomadische Gruppen dauerhaft an einem Ort niederlassen und sesshaft werden. Dieser Übergang zur Sesshaftigkeit prägte jede Kultur auf einzigartige Weise, abhängig von den regional verfügbaren Getreidesorten. In Asien dominierte der Reisanbau, in Amerika der Maisanbau und in Afrika der Hirseanbau. Die Nordländer entwickelten eine Vorliebe für Roggen und Gerste, während die alten Römer vor allem Weizen kultivierten.

Weizen, nach der Gerste die zweitälteste Getreideart, wurde erstmals zwischen 7800 und 5200 v. Chr. angebaut. Es entstand durch Kreuzung verschiedener Wildgräser und Getreidearten. Der ursprüngliche Anbau begann im so genannten Fruchtbaren Halbmond im Vorderen Orient. Etwa 2000 v. Chr. gelangte der Weizen durch die indogermanische Völkerwanderung nach Europa.

Der Name „Weizen“ leitet sich vermutlich vom germanischen Wort „hwita“ für „weiß“ ab, was auf die hellere Farbe von Korn und Mehl im Vergleich zu Roggenmehl hinweist.

Unser täglich Brot

Der Durchschnittsdeutsche frühstückt Gluten, isst Gluten zu Mittag, nascht es zwischendurch und genießt es abends in Form von Brot. Häufig handelt es sich dabei um hochverarbeitete Produkte, die aus einer extrem hochgezüchteten und konzentrierten Eiweißmischung bestehen.

Gleichzeitig leiden viele Menschen in Deutschland unter verschiedenen gesundheitlichen Problemen, darunter häufig Stoffwechselerkrankungen. Auch wenn es gerne geleugnet wird, gibt es einen klaren Zusammenhang mit unserer Ernährung.

Fakt ist, dass niemand von uns Weizengluten gut verdauen kann. Das heißt konkret: Uns fehlen die notwendigen "Peptidasen", die eiweißspaltenden Enzyme im Darm, Das heißt konkret: Uns fehlen die notwendigen "Peptidasen", die eiweißspaltenden Enzyme im Darm, um dieses Eiweiß ordnungsgemäß zu zerlegen. Das führt dazu, dass:

Die Proteinfragmente zu groß bleiben.

Immunologisch problematische Peptide entstehen.

Diese Peptide zu lange in unserem Körper wirken können.

Experten behaupten sogar: "Wenn man jeden von uns auf Gliadin-Rückstände untersuchen würde, würden wir alle Spuren von Weizeneiweißfragmenten in unseren Geweben finden. Das liegt daran, dass das Verhältnis zwischen Verzehrshäufigkeit und Abbaukapazität einfach nicht ausgeglichen ist.

Ein Forschungsprojekt der Universitäten Mainz und Hohenheim zeigte, dass bestimmte Bestandteile von Gluten, die sogenannten Gliadinpeptide, ähnlich wie Wachstumsfaktoren wirken können. Diese sind normalerweise dafür da, Zellen zu aufzubauen und zu erhalten (Anabolismus). In kontrollierten Umgebungen kann dies vorteilhaft sein. Doch in westlichen Ländern beobachten wir oft ein übermäßiges Wachstum, was nicht ideal ist.

Als Folge sehen wir Probleme wie Fettleibigkeit, Insulinresistenz, Entzündungen, Fettleber und so weiter. Forschungen haben gezeigt, dass Gliadin die Aktivität des epidermalen Wachstumsfaktors (EGF) und wahrscheinlich auch anderer Wachstumsfaktoren wie Insulin verstärken kann, selbst in kleinsten Mengen. In der westlichen Welt gelingt es uns nicht, dieses anregende Wachstum zu kontrollieren.

Neuere Studien legen nahe, dass die Aktivität von EGF eine Rolle bei der Entstehung von Übergewicht und Insulinresistenz spielt und dass das Deaktivieren des EGF-Rezeptors vor einer durch fettreiche Ernährung verursachten Fettleber schützt.

Zudem wurde ein Bestandteil des Weizenproteins, die sogenannten α-Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI), identifiziert, der in Tierexperimenten schon in minimalen Mengen zu einer erheblichen Anreicherung von Körper- und Leberfett sowie zu Entzündungen und Insulinresistenz führte.

Die Aufnahme von Weizen-ATI in geringen Mengen, vergleichbar mit dem täglichen Weizenkonsum beim Menschen, verschärft die Symptome des metabolischen Syndroms und der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung, unabhängig von der Kalorienaufnahme.

Diese Studie stammt nicht von irgendwo, sondern vom renommierten Mainzer Forscher Prof. Dr. Dr. Detlef Schuppan, der auch herausfand, dass ATIs aus glutenhaltigem Getreide wie Weizen bei einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, etwa 5-10 % der Menschen, entzündliche Reaktionen im Körper auslösen oder verstärken können.

Weizenproteine vs. Gluten

Seit langem ist nachgewiesen, dass Weizenproteine im Darm Entzündungen auslösen können. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen inzwischen auch, dass Weizenproteine über den Darm hinaus zu chronischen Entzündungsprozessen beitragen und damit chronische Krankheiten verursachen oder deren Entwicklung beschleunigen können.

Glutenunverträglichkeit, auch Zöliakie genannt 

Weltweit ist durchschnittlich einer von 270 Menschen von einer Glutenunverträglichkeit betroffen. Bei der als Zöliakie bezeichneten Erkrankung reagieren Menschen aufgrund einer genetischen Veranlagung stark auf Weizengluten, was sich in einer chronischen Entzündung der Dünndarmschleimhaut bemerkbar macht.

Neben Symptomen wie Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Gewichtsverlust kann diese Unverträglichkeit die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe beeinträchtigen.

Eine weitere Gruppe sind Menschen mit einer Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS), die schätzungsweise mehr als 10% der Bevölkerung betrifft. Diese Menschen leiden an einer Vielzahl von Störungen, einschließlich Depressionen, Fettleibigkeit, Autoimmunerkrankungen und Migräne, einschließlich neurologischer und psychiatrischer Störungen, die nicht direkt mit dem Darm zusammenhängen müssen.

Möglicherweise handelt es sich bei diesen Reaktionen nicht um unnatürliche Überempfindlichkeiten, sondern um normale Reaktionen eines gesunden Körpers, der signalisiert, dass modernes, hochgezüchtetes Getreide und die daraus hergestellten Industrieprodukte für seine Ernährung ungeeignet und schädlich sind.

Es gibt Studien, in denen bei einer Untergruppe von Schizophrenie-Patienten erhöhte Antikörper gegen Gliadin nachgewiesen wurden, ohne dass diese an Zöliakie erkrankt sein müssen. Für die Diagnose einer Zöliakie ist ein spezifischer immunologischer Befund im Darm erforderlich.

Eine Studie an 31 Schizophrenie-Patienten zeigte, dass erhöhte Gliadin-Antikörper mit erhöhten neurochemischen Markern im Gehirn korrelieren, was auf eine Entzündung im Gehirn hinweist.

Daraus folgt, dass neben der Zöliakie auch andere Erkrankungen durch den Verzehr von Weizen ausgelöst werden können. Die weltweite Prävalenz der Zöliakie liegt bei 1,4 %, was jedoch die Möglichkeit anderer durch Gluten oder Weizen verursachter Störungen nicht ausschließt.

​Weißmehl negativ für Herzgesundheit und Blutzuckerspiegel

Weißmehl gilt in aktuellen Studien als Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen - und nicht nur das: Der Verzehr von Weißmehlprodukten begünstigt auch Diabetes stärker als der von Vollkornprodukten.

Nach Ansicht der Forscher kann das Diabetesrisiko gesenkt werden, wenn Weißmehlprodukte durch Alternativen ersetzt werden.

Der Grund ist einfach: Weißmehl ist ein raffiniertes Produkt mit hohem Kohlenhydratgehalt, aber ohne Ballaststoffe. Dadurch wird die Stärke im Dünndarm schnell zu Zucker abgebaut, der rasch ins Blut gelangt und dort den Blutzuckerspiegel ähnlich schnell ansteigen lässt wie herkömmlicher Haushaltszucker.

​Weißmehl macht dick und süchtig

Zwar gibt es mehrere Studien, die zeigen, dass Menschen, die Vollkornprodukte verzehren, seltener Übergewicht haben als Weißmehl-Verzehrer, machte der Kardiologe Dr. William Davis eine aufschlussreiche Beobachtung bei seinen Diabetes-Patienten: Mehl, insbesondere Weizenmehl, fördert Übergewicht, unabhängig davon, ob es sich um Vollkorn- oder Weißmehl handelt.

Dr. Davis identifizierte das Protein "Gliadin", einen Teil des Weizeneiweißes Gluten, das bei einigen Menschen Zöliakie auslöst, als einen der Hauptgründe für die Gewichtszunahme bei allen Menschen. Gliadin setzt bei der Verdauung so genannte Exorphine frei, Substanzen, die ähnlich wie Opium wirken und süchtig machen können. Diese Exorphine überwinden die Blut-Hirn-Schranke, binden an Opioidrezeptoren im Gehirn und fördern so die Weizensucht.

Diese Sucht steigert den Appetit auf Weizenprodukte, was zu einer erhöhten Kalorienaufnahme und damit zu einer Gewichtszunahme führt. Die Weizen-Exorphine sind übrigens derart suchtauslösend, dass sogar ein Medikament entwickelt wurde, das die Opioidrezeptoren blockiert, um als Schlankheitsmittel zu wirken. In Versuchen haben Personen innerhalb von sechs Monaten 10 Kilogramm abgenommen, ohne ihre Ernährung umzustellen. Die einfache Lösung scheint also zu sein, Weizen aus der Ernährung zu streichen.

​Weißmehl enthält gefährliche Lektine

Neben anderen Getreideinhaltsstoffen haben in den letzten Jahren auch Lektine verstärkt Aufmerksamkeit erregt. Diese Proteine, auch als Agglutinine bekannt und im Fall von Weizen als Weizenagglutinin (WGA) bezeichnet, können sich mit roten Blutkörperchen verbinden, was das Blut dickflüssiger macht und das Risiko für Thrombosen, Schlaganfälle und Herzinfarkte erhöht.

Darüber hinaus beeinträchtigen Lektine die Darmgesundheit, indem sie Entzündungen hervorrufen, die Darmflora stören und die natürliche Schutzfunktion der Darmschleimhaut beeinträchtigen, was sie durchlässiger macht.

Dies führt zum Leaky-Gut-Syndrom, bei dem gefährliche Bakterien und unvollständig verdaute Stoffe ins Blut gelangen können. Dieser Zustand wird als möglicher Auslöser für Autoimmunerkrankungen wie Arthritis, Diabetes Typ 1, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Multiple Sklerose und andere diskutiert. Zudem wird vermutet, dass WGA die Bauchspeicheldrüse schädigen und die Entstehung von Darmkrebs fördern kann. [14]

Lektine haben aber auch Vorteile und kommen vor allem in Hülsenfrüchten wie Bohnen und Linsen, Getreide, Nachtschattengewächsen wie Tomaten und Kartoffeln sowie in Nüssen und Samen vor. Während frühere Studien, die Lektinen negative Auswirkungen zuschrieben, oft mit unrealistisch hohen Dosen arbeiteten, die über die Ernährung normalerweise nicht aufgenommen werden, gibt es auch Belege für positive Effekte von Lektinen.

Sie können beispielsweise durch ihre Fähigkeit, sich an die Darmschleimhaut zu heften, das Ansiedeln pathogener Keime verhindern. Zudem wird Lektinen eine präventive Wirkung gegen Krebs zugeschrieben, da sie das Verklumpen von Tumorzellen fördern können. Aktuell wird daher an Krebsmedikamenten geforscht, die auf Lektinen basieren. Gesunde Körperzellen sind von dieser Verklumpung erst bei wesentlich höheren Lektinkonzentrationen betroffen. [15] [16]

Zivilisationskrankheiten sind auf dem Vormarsch

Dennoch können wir nicht ignorieren, dass unsere Gesellschaft zunehmend von Zivilisationskrankheiten heimgesucht wird, die in den westlichen Ländern zu den Hauptursachen vorzeitiger Sterblichkeit zählen. Diese Krankheiten, die von Alzheimer über Diabetes bis hin zu Herz-Kreislauf-Problemen reichen, sind häufig mit chronischen Entzündungen verbunden, die unsere Lebenserwartung und -qualität erheblich einschränken können, ohne direkt tödlich zu sein. Zu den Folgen gehören nicht nur körperliche Leiden wie Übergewicht und Rheuma, sondern auch Allergien, bestimmte Krebsarten und sogar psychische Erkrankungen, die alle durch Entzündungsprozesse beeinflusst werden.

Insbesondere Weißmehlprodukte haben in einer vorbeugenden Ernährung keinen Platz, da in unserer kalorienreichen Welt leere Kalorien ohne ernährungsphysiologischen Mehrwert nur den Nährboden für Krankheiten bereiten. Denn abgesehen von leeren Kalorien und etwas Eiweiß bietet Weißmehl als Grundnahrungsmittel kaum weitere Nährstoffe.

Weizen-ATIs verursachen nachweislich Entzündungen

Die gängigen Mehlsorten enthalten neben Gluten auch Lektine und spezifisch Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATIs), die etwa 4 Prozent des Getreideproteins ausmachen und somit ebenfalls zu den natürlichen Proteinen des Korns zählen. Mittlerweile wird ein Zusammenhang zwischen ATIs und der Entwicklung von Autoimmunerkrankungen vermutet, da diese Proteine im Darm starke Entzündungsreaktionen auslösen können. Diese Entzündungen beschränken sich nicht nur auf den Darm, sondern können sich auch auf andere Körperbereiche ausweiten und so chronisch entzündliche Krankheiten wie Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis, Lupus, Asthma oder auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen verursachen.

Zudem wird angenommen, dass ATIs für die sogenannte zöliakieunabhängige Glutensensitivität verantwortlich sind, was darauf hindeutet, dass nicht ausschließlich Gluten für die entzündlichen Reaktionen verantwortlich ist. Für diejenigen, die der Meinung sind, dass Glutensensitivität nur ein modischer Trend oder gar Einbildung sei, könnte unser Fachartikel "Glutenempfindlichkeit - mehr als nur Einbildung" von Interesse sein, der dieses Thema näher beleuchtet.

Dass unsere Sehnsucht nach Pizza, Spagetti, Brötchen und Donuts keine harmlosen Leckereien sind, wird aber spätestens dann klar, wenn man sich mit den Forschungen des Mainzer Professors Dr. Dr. Schuppan beschäftigt. Im Rahmen dieser Forschungsarbeiten wurde ein besonderes Augenmerk auf die in Weizen vorkommenden Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI) gerichtet, Proteine, die ursprünglich zum Schutz der Pflanze vor Fressfeinden dienen. Es hat sich gezeigt, dass unser Immunsystem auf diese Proteine negativ reagiert. In zahlreichen Studien mit Tieren hat Schuppan nachgewiesen, dass ATIs Entzündungen im Darm fördern, die Entstehung von nicht-alkoholischer Fettleber und allergischen Atemwegsentzündungen begünstigen, allergische Immunreaktionen sowie Darmdysbiosen verstärken und sogar den Verlauf von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und experimenteller Multipler Sklerose verschlimmern können.

Es ist anzumerken, dass die Untersuchungen von Schuppan mit Mengen von ATIs durchgeführt wurden, die in unserer täglichen Nahrung vorkommen. Ein häufiger Kritikpunkt ist das Fehlen von Humanstudien. Dennoch zeigen viele Berichte von Menschen mit Autoimmunerkrankungen, die durch eine weizenarme Ernährung nach dem Autoimmunprotokoll deutliche Verbesserungen erfahren haben, dass ein Zusammenhang bestehen könnte.

Es ist offensichtlich, dass die übliche Ernährung mit einem hohen Anteil an Weizenprodukten nicht unschuldig an der Verbreitung von Entzündungskrankheiten und Stoffwechselstörungen ist. Auch wenn die breite Akzeptanz dieser Erkenntnis noch auf sich warten lässt - zum Teil wegen der tief verwurzelten Vorliebe für den Geschmack dieser Lebensmittel - ist es wichtig, diese Zusammenhänge zu erkennen und anzugehen.

Die Proteinfragmente zu groß bleiben.

Regel Nr. 1: Weizenmehl meiden

Die wichtigste Empfehlung lautet daher, Weizen zu meiden - und zwar sowohl Weißmehl als auch Vollkornprodukte einschließlich Weizensprossen, Weizenkeime und Weizenkleie. Wer konsequent sein will, wird schnell feststellen, dass Weizenmehl von der Lebensmittelindustrie in fast allen Fertigprodukten verarbeitet wird.

Es findet sich nicht nur in Brot, Gebäck und Nudeln, sondern auch in Produkten, bei denen man es nicht sofort vermutet, wie Rahmspinat, Speiseeis, Fertigsaucen und sogar Wurst.

Regel Nr. 2: Zu Alternativen greifen

Als Alternativen bieten sich weniger gezüchtete Getreidesorten wie Dinkel, Emmer, Einkorn und Urroggen an. Viele Menschen, die auf Weizen sensibel reagieren, kommen mit Dinkel besser zurecht, obwohl auch er Gluten und damit Gliadin enthält – allerdings in einer anderen Form als Weizengliadin. Kamutkorn wird ebenfalls als weniger überzüchtet betrachtet.

Gänzlich glutenfreie Optionen, die als sicherer gelten, sind Hirse und die Pseudogetreide Quinoa, Buchweizen und Amaranth. Auch bei diesen gibt es Bedenken hinsichtlich bestimmter Inhaltsstoffe, denen man jedoch durch traditionelle Zubereitungsmethoden wie gründliches Waschen, Einweichen über Nacht und Wegschütten des Einweichwassers entgehen kann.

Brot, gleich aus welchem Korn, ist bekömmlicher, wenn es lange Teigführungszeiten hatte und mit Sauerteig oder Backferment gebacken wurde. Es gibt auch Nichtgetreidemehle wie Kichererbsen-, Kastanien-, Nuss-, Mandel- und Kokosmehl, die zwar allein kein Brot ergeben, aber gemischt mit herkömmlichem Mehl die Menge des Klebermehls reduzieren und ein einzigartiges Geschmackserlebnis bieten können.

Regel Nr. 3: Den Konsum von Getreide reduzieren

Reifes Getreide ist extrem schwer verdaulich. Nicht nur das Klebereiweiß allein macht dem Organismus zu schaffen. Auch der hohe Anteil an Stärke führt zu Reizungen. Stärke plus Gluten ergeben im Darm eine klebrige Masse, die nicht vollständig verdaut werden kann. Bei der (versuchten) Verdauung entstehen neben Schlacken auch Säuren. Sie lagern sich im Körper ab und übersäuern ihn Tag für Tag.

Chronische Entzündungen der Schleimhäute (neben Magen-Darm-Beschwerden auch häufige Erkältungen) und Erkrankungen des Bewegungsapparates (Arthrose, Gicht, Rheuma) sind typische Folgen des täglichen Brot- und Nudelverzehrs - so beschreiben es zumindest die alten Gesundheitsvertreter Arnold Ehret, Walter Sommer, Helmut Wandmaker und viele andere.

Diese Peptide zu lange in unserem Körper wirken können.

Zutaten:

  • 500 ml Hafer-, Reis-, Cashew- oder Mandeldrink je nach Vorliebe
  • ​2-4 EL Puder Erythrit (Erythrit zu Puder mixen) oder alternativ 15 g Agavendicksaft
  • ​1 gestrichener Teelöffel Matcha
  • ​1 Prise gemahlener Zimt
  • ​​1 Prise gemahlene Vanille
  • ​1 Prise gemahlenen Maca
  • ​4 Eiswürfel oder alternativ einfach warm bei ca. 55 - 60° C genießen

Zubereitung:

In unserem kostenlosen Gesundheitsbuch 'Das Clean Eating Kochbuch' sind ausschließlich Rezepte ohne Weizen enthalten. Du findest eine Vielzahl glutenfreier Rezepte mit Pseudogetreiden wie Quinoa, Buchweizen und Amaranth sowie Hirse, Naturreis und Hafer.

Wann immer wir über eine gesunde Ernährung sprechen, erhältst Du den Rat (oder sogar die Anweisung), Weizen sofort aus dem Speiseplan zu streichen.

Der Grund dafür ist, dass unsere Spezies, Homo, erst seit 0,2 % unserer Evolutionsgeschichte Getreide zu sich nimmt – das bedeutet, Getreide ist erst seit etwa 10.000 Jahren Teil unserer Nahrung. Allein dieser Fakt ist vielleicht kein überzeugendes Argument, da man argumentieren könnte, dass wir uns inzwischen an den Weizenkonsum angepasst haben könnten. Allerdings wird das Argument stichhaltiger, wenn man die problematische Komponente in Betracht zieht, nämlich das Weizenprotein. Dieses Protein, das natürlich im Weizen vorkommt und als Speicherprotein dient, ist tatsächlich ein Proteingemisch, bestehend hauptsächlich aus Glutenin und Gliadin (ein Prolamin).

Eines ist klar: Niemand kann Weizeneiweiß wirklich vollständig verdauen. Das gilt sowohl für gesunde Menschen als auch für Menschen, die später an Zöliakie erkranken - einer ausgeprägten immunologischen Reaktion auf Weizeneiweiß. Wären wir als Spezies optimal an den Verzehr von Weizen angepasst, könnten wir ihn wahrscheinlich problemlos verdauen, ähnlich wie Gemüse, von dem im Darm nichts unverdaut bleibt.

Dieses nicht vollständig verdaute Weizeneiweiß ist für uns alle toxisch. Diese Erkenntnis stammt unter anderem von Dr. Alessio Fasano, einem renommierten Weizenforscher an der Harvard University, der 2019 zu den 1 % der weltweit am häufigsten zitierten Wissenschaftler seines Fachgebiets zählt - also keineswegs eine unbedeutende Persönlichkeit.

Die prinzipielle Toxizität von Gluten wird auch durch zahlreiche Studien zu diesen unvollständig verdauten Weizenfragmenten bestätigt. Hier einige Studien zur Verdeutlichung:

  • ​Diese Studie hat gezeigt, dass diese Weizenfragmente, die vom Körper nicht vollständig verdaut werden, verschiedene Entzündungswege aktivieren und mehrere Formen von Zellstress in den Darmzellen hervorrufen.
  • Tierstudien haben gezeigt, dass diese Proteinfragmente, selbst bei "gesunden Tieren", tief in den Körper eindringen und sich beispielsweise in der Bauchspeicheldrüse ansammeln können. Die Forschenden deuten an, dass, sollte dies auch für Menschen gelten, die erhöhte Durchlässigkeit des Darms bei Personen mit Prädiabetes und Typ-1-Diabetes die Betazellen direkt den Gliadinfragmenten aussetzen könnte. Das bedeutet, bei einem Leaky-Gut-Syndrom könnte Weizen zusätzlich zu Problemen bei Autoimmunerkrankungen beitragen.​
  • ​Weitere Studien zeigten, dass Weizenproteinfragmente auch die Insulinfreisetzung in der Bauchspeicheldrüse stimulieren können, was darauf hindeutet, dass "Weizenproteinfragmente zu einer Überaktivität der Betazellen beitragen können". Diese Überaktivität kann dann zu verschiedenen Krankheiten führen, insbesondere zu Diabetes.
  • ​Diese Studie aus dem "Diabetes Metabolism Research and Reviews Journal" zeigte, dass eine langfristige glutenfreie und fettreiche Ernährungsweise bei Mäusen die Glukosetoleranz verbessert, das Volumen der Betazellen und der Bauchspeicheldrüse erhöht und den Leptinspiegel senkt. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine glutenfreie Ernährung positive Auswirkungen auf Typ-2-Diabetes haben könnte.

Beim weiteren Betrachten wird klar, dass, wenn diese schädlichen Proteinfragmente über längere Zeiträume im Körper verweilen und sich zudem im Gewebe ablagern, ist es nur natürlich, dass dies zu komplexen Krankheitsmustern und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Zusammenhänge zwischen Weizenproteinen und neurodegenerativen Erkrankungen festgestellt wurden. [6]​​​​​

​In einer umfassenden Studie aus den USA, die mit einem langen und selbsterklärenden Titel "Trends in Estimated Percentage of Energy Intake From Total Carbohydrates, Protein, and Fat Among US Adults Aged 20 Years or Older by NHANES Survey Cycle From 1999-2000 to 2015-2016" untersucht, warum "Weizen" in unserer westlichen Welt problematisch ist.

In den letzten 20 Jahren haben die Menschen in den USA (in Deutschland ist es nicht besser) ihren Energiebedarf zu mehr als 50% aus Kohlenhydraten gedeckt. Die Abbildung unten zeigt, dass rund 80-90 % davon von "minderwertiger" Qualität sind, hauptsächlich in Form von Weißmehlprodukten wie Burger-Brötchen und Weizentoast, statt aus Vollkorngetreide, kohlenhydratreichen Hülsenfrüchten und Gemüse+Obst.

Doch was macht das ganze jetzt problematisch? Ähnlich wie raffinierter Zucker in Softdrinks im Vergleich zu natürlichem Zucker in Obst, wurde das Mehl verarbeitet, die Zellwände aufgebrochen und somit ein faserarmes Produkt geschaffen. Dadurch sind die enthaltene Stärke und das Weizenprotein "frei" zugänglich, was man als azelluläre Kohlenhydratquellen bezeichnet. Es fehlt die natürliche Schutzbarriere der Zellwände, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Körper die eigentlich schwer zugänglichen Inhaltsstoffe von Vollkornprodukten leichter aufnimmt. 

Gleichzeitig ist damit aber nicht gemeint, dass wir es befürworten, den Energiebedarf ausschließlich mit Vollkornweizen zu decken. Es erklärt vielmehr, warum Weizen in unserem westlichen Kontext, insbesondere in Form von Weißmehl, sehr sicher krank macht oder zumindest Krankheitsprozesse fördert.

Die logische Schlussfolgerung daraus ist, dass Du, um gesünder zu werden, die 80-90 % minderwertigen Kohlenhydrate durch bessere Alternativen ersetzen musst. Bei weiterem Umdenken wird klar, dass dies letztlich auf eine minimal verarbeitete Ernährung hinausläuft. Jede industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln zerstört etwas Wesentliches, das uns später schaden kann. Und was ist mit der These, dass wir Pflanzen in ihrer natürlichen, zellulären Form zu uns nehmen, wie es vielleicht vorgesehen ist? Nicht konzentriert und isoliert wie Mehl. Vielleicht ist das ja das Geheimnis. Wir finden, es ist ein wunderbar einfaches und dennoch tiefgründiges Konzept.

Fazit & Praxistipp

Weizen sollte nicht länger als Grundnahrungsmittel betrachtet werden. Andere Getreidearten können in moderaten Mengen verzehrt werden. Empfohlen wird die Verwendung von frisch gemahlenem Vollkornmehl, das traditionell verarbeitet und idealerweise mit anderen Mehlsorten wie Nuss-, Mandel- oder Kastanienmehl kombiniert wird.

Weißmehl hat keine nennenswerten Vorteile. Die extreme Nährstoffarmut und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Gallensteine und Rheuma sind Gründe, die gegen den Verzehr von Weißmehl sprechen.

Natürlich gibt es Menschen, die regelmäßig Schoko-Croissants essen, schlank bleiben und keine Insulinresistenz oder schwere Darmprobleme entwickeln. Sie merken vielleicht gar nicht, dass eine vernebelte Wahrnehmung oder andere Beschwerden mit ihrer Ernährung zusammenhängen könnten.

Und wir möchten mit diesem Artikel auch keineswegs andeuten, dass jeder sofort vom Brötchen krank wird. Wir möchten nur bewusst sensibilisieren und immer wieder auf folgende simple Feststellung hinweisen, die in der Diskussionen über Ernährung so oft als entscheidendes Element übersehen wird:

Das umfassende Verständnis unserer biologischen Grundlagen.

Wie Theodosius Dobzhansky, der bedeutendste Evolutionsbiologe, bereits 1973 in seinem Essay "Nichts in der Biologie ergibt Sinn außer im Licht der Evolution betrachtet" feststellte, sind wir Menschen das Ergebnis einer langen evolutionären Geschichte. Unsere Existenz, unsere Erfahrungen und Gefühle sind nicht zufällig entstanden, sondern haben evolutionäre Wurzeln.

So ist zum Beispiel das in Deutschland so beliebte Fußballspiel nicht nur ein Freizeitvergnügen. Es spiegelt komplexe evolutionäre Verhaltensmuster wie Spiel, Gruppenorganisation und Jagd wider, die bis in die Zeit zurückreichen, in der der Mensch hauptsächlich als Jäger und Sammler lebte. Denn seit mindestens zwei Millionen Jahren hat der Mensch gejagt und gesammelt.

Diese Lebensweise prägte uns bis zur neolithischen Revolution vor etwa 10.000 Jahren, als wir sesshaft wurden und die Landwirtschaft entwickelten. Doch die überwiegende Mehrheit unserer evolutionären Geschichte verbrachten wir in der Wildnis und diese Zeit hat tiefe Spuren in unseren physiologischen und neurokognitiven Anpassungen hinterlassen.

​Professor Loren Cordain, ein Forscher im Bereich Anthropologie, hat aufgezeigt, dass die heutige Ernährung zu etwa 70 % aus Lebensmitteln besteht, die in der langen Geschichte der menschlichen Evolution keine Rolle spielten. Diese moderne Ernährungsweise, oft als "westliche Diät" bezeichnet, trägt zu zwei Dritteln aller ernährungsbedingten Todesfälle in westlichen Ländern bei und verkürzt unsere gesunde Lebensspanne erheblich.

​Eine Studie aus den USA im Jahr 2019 ergab, dass Amerikaner fast die Hälfte ihrer Kalorienzufuhr durch qualitativ minderwertige Kohlenhydrate, hauptsächlich in Form von Weißmehl, decken. Die Situation in Deutschland, das für seine Bäckereien bekannt ist, dürfte ähnlich sein. Weißmehl mag zwar geschmacklich ansprechend sein, bietet aber ernährungsphysiologisch keinerlei Vorteile und besteht hauptsächlich aus kalorienreichen, aber nährstoffarmen Inhaltsstoffen.

​Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass sie diese Produkte hauptsächlich wegen des Geschmacks und der appetitanregenden Wirkung konsumieren, ohne die gesundheitlichen Konsequenzen zu bedenken. Eine signifikante Reduzierung des Weißmehlkonsums könnte zu weniger Entzündungen, verbesserter Stoffwechselfunktion, gesteigerter Leistungsfähigkeit, weniger Körperfett und einer verbesserten Denkleistung führen.

Einer unserer Coaching-Teilnehmer berichtete uns kürzlich, dass er durch den Verzicht auf Weißmehl und den damit verbundenen hohen Zuckerkonsum ohne große Anstrengung 14 kg verloren hat. Zudem hat sich sein Rheuma massiv gebessert. Dies zeigt, wie wichtig es ist, auf unsere Ernährungsgewohnheiten zu achten, da diese einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit haben.

Es lohnt sich zu fragen, welchen Stellenwert wir unserer Gesundheit beimessen. Sollten wir nicht lieber Nahrungsmittel wählen, die unseren Körper mit jeder Mahlzeit optimal versorgen, anstatt lediglich unseren Heißhunger auf Teigwaren zu stillen? Der Verzicht auf Weißmehlprodukte ist ein einfacher Schritt zu einer besseren Gesundheit. Stattdessen sollten Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Salaten, Hülsenfrüchten, Pseudogetreide, Nüssen und Samen bevorzugt werden. Auch der gelegentliche Konsum von glutenfreiem Brot kann eine gute Alternative sein, die die Sättigung ohne die typischen Nachteile von Weißmehlprodukten fördert.

Halten wir fest: Eine der effektivsten und zugleich einfachsten Methoden, um Deine Gesundheit schnell und dauerhaft zu verbessern, besteht darin, den Konsum von Weißmehlprodukten wie Brot, Nudeln, Gebäck und Pizza weitgehend zu reduzieren. Denn solche Produkte sind eigentlich keine Lebensmittel.

CUSTOM JAVASCRIPT / HTML
+ Quellen und wissenschaftliche Studien

Über den Autor:

Tobias Lallinger

Gründer, leitender Coach, Speaker, Autor & Fachberater für holistische Gesundheit

Tobias Lallinger ist Gründer der freegreen® ACADEMY GmbH, einem TÜV-zertifizierten Unternehmen, welches sich mit einem einzigartigem, evidenzbasiertem & ganzheitlichen 7-Säulen-Gesundheitkonzept darauf spezialisiert hat, Dich dabei zu unterstützen Deinen Körper besser zu verstehen, Deine Gesundheit sowie Deine Leistungsfähigkeit wiederherzustellen und auf ein ganz neues Level zu bringen.

Das könnte Dich auch interessieren:

Sweet-Chili-Brokkoli

Trinkwasserqualität in Deutschland – Wie sicher ist unser Wasser?

So gesund ist das tägliche Gehen

So ungesund sind Weißmehl-Produkte wirklich

Tobias Lallinger

Kartoffel-Auflauf mit Tofu

Matcha-Latte

Tobias Lallinger

Eine gesunde Ernährung sorgt für mehr Energie!

Tobias Lallinger

Das könnte Dich auch interessieren:

Sweet-Chili-Brokkoli

Trinkwasserqualität in Deutschland – Wie sicher ist unser Wasser?

So gesund ist das tägliche Gehen

So ungesund sind Weißmehl-Produkte wirklich

Tobias Lallinger

Kartoffel-Auflauf mit Tofu

Matcha-Latte

Tobias Lallinger

Eine gesunde Ernährung sorgt für mehr Energie!

Tobias Lallinger

Frage jetzt Dein unverbindliches Strategiegespräch an!

Klicke jetzt auf den Button und beantworte die nachfolgenden Fragen bitte wahrheitsgemäß.
Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden telefonisch für das kostenlose 5-10 minütige Beratungsgespräch bei Dir!

Wir können Dir bei folgenden gesundheitlichen Erkrankungen und Beschwerden helfen:
​Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Arthrose, Asthma, Allergien, Hashimoto, Morbus Crohn oder an einer der zahlreichen chronischen Zivilisationserkrankungen wie Bluthochdruck, Energielosigkeit, Verdauungsbeschwerden, DiabetesTyp 2, Leaky Gut, Reizdarm, Schlafstörung oder Übergewicht.

Frage jetzt Dein unverbindliches Strategiegespräch an!

Klicke jetzt auf den Button und beantworte die nachfolgenden Fragen bitte wahrheitsgemäß.
Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden telefonisch für das kostenlose 5-10 minütige Beratungsgespräch bei Dir!

Wir können Dir bei folgenden gesundheitlichen Erkrankungen und Beschwerden helfen:
Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Arthrose, Asthma, Allergien, Hashimoto, Morbus Crohn oder an einer der zahlreichen chronischen Zivilisationserkrankungen wie Bluthochdruck, Energielosigkeit, Verdauungsbeschwerden, DiabetesTyp 2, Leaky Gut, Reizdarm, Schlafstörung oder Übergewicht.

Kontakt

  • support@freegreen.academy​
  • 09904 8464 794​

             (werktags von 8 bis 17 Uhr)

Social Media

Links

Copyright © freegreen® ACADEMY GmbH

02 2_freegreen_academy_200x60 png

Kontakt

  • ​support@freegreen.academy​
  • 09904 8464 794

(werktags von 8 bis 17 Uhr)

Social Media

Copyright © freegreen® ACADEMY GmbH